Der Wunsch, Brustimplantate entfernen zu lassen, kann viele Gründe haben. Manche Patientinnen wünschen sich nach mehreren Jahren wieder eine kleinere und natürlichere Brust. Andere empfinden ihre Implantate inzwischen als zu groß, zu schwer oder nicht mehr passend zu ihrem Körper. Auch medizinische Befunde wie eine Kapselfibrose, eine Implantatverschiebung oder ein beschädigtes Implantat können eine Entfernung notwendig machen.
Mit der Entscheidung für eine Explantation entsteht fast immer eine zweite, ebenso wichtige Frage: Wie sieht die Brust aus, wenn das Implantat entfernt wurde?
Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Das Ergebnis hängt nicht allein von der Größe der Implantate ab. Entscheidend sind auch die Hautqualität, das vorhandene Eigengewebe, die Position der Brustwarzen, die Lage der Implantate sowie Veränderungen durch Schwangerschaften, Stillzeiten, Gewichtsschwankungen und den natürlichen Alterungsprozess.
Nach der Entfernung kann die Brust kleiner und weicher erscheinen. Bei einem deutlich gedehnten Hautmantel kann sie außerdem leer oder erschlafft wirken. In diesem Fall kann es sinnvoll sein, die Brustimplantate zu entfernen und die Brust gleichzeitig zu straffen. Die Operation verbindet dann zwei Ziele: Die Implantate werden entfernt und das verbleibende Brustgewebe wird neu geformt.
Ob beide Behandlungsschritte sicher und sinnvoll in einer Operation durchgeführt werden können, muss individuell beurteilt werden. In der Privatpraxis Esthetic Medical in Augsburg untersucht Dr. med. Dr. med. univ. Michael Cerny deshalb nicht nur die Implantate. Auch die Gewebequalität, vorhandene Narben, mögliche Kapselveränderungen und Ihre gewünschte Brustform werden in die Planung einbezogen.
Das Wichtigste in Kürze:
- Kombination in einer Operation: Brustimplantate können in vielen Fällen entfernt und die Brüste gleichzeitig gestrafft werden. Ob ein gemeinsamer Eingriff sinnvoll ist, hängt vor allem vom Hautüberschuss, der Brustwarzenposition, dem vorhandenen Eigengewebe und dem Zustand der Implantatkapsel ab.
- Straffung ist nicht immer erforderlich: Bei kleinen Implantaten, guter Hautelastizität und ausreichend Eigengewebe kann eine reine Implantatentfernung ausreichen. Bei deutlich erschlaffter Haut oder abgesunkenen Brustwarzen verbessert eine zusätzliche Bruststraffung meist Form und Proportionen.
- Mehrmonatige Formveränderung: Häufig wird nach dem Eingriff für etwa sechs Wochen ein Stütz- oder Kompressions-BH getragen. Die endgültige Brustform lässt sich erst beurteilen, wenn Schwellungen zurückgegangen sind und sich das Gewebe über mehrere Monate angepasst hat.
Warum lassen Patientinnen ihre Brustimplantate entfernen?
Eine Brustvergrößerung kann über viele Jahre zu einem Ergebnis führen, mit dem sich eine Patientin wohlfühlt. Trotzdem können sich die persönlichen Vorstellungen im Laufe des Lebens verändern. Eine Brustform, die mit 25 Jahren als passend empfunden wurde, muss mit 40 oder 50 Jahren nicht mehr dem eigenen Körpergefühl entsprechen.
Häufig geht es bei der Implantatentfernung deshalb nicht um eine akute Komplikation. Viele Patientinnen wünschen sich schlicht eine leichtere, kleinere oder natürlichere Brust. Sie möchten künftig ohne Implantate leben und das vorhandene Brustgewebe neu formen lassen.
Daneben gibt es medizinische und anatomische Gründe. Dazu gehören eine schmerzhafte Kapselfibrose, eine Verhärtung der Brust, eine Veränderung der Implantatposition oder eine sichtbare Asymmetrie. Auch ein Absinken des Implantats kann die Brustform deutlich verändern. Das Implantat liegt dann möglicherweise zu tief, während das natürliche Brustgewebe darüber oder davor absinkt.
Weitere Gründe können ein bestätigter Implantatschaden, wiederkehrende Beschwerden oder auffällige Befunde in der Bildgebung sein. Einige Patientinnen entscheiden sich auch nach mehreren Implantatwechseln bewusst gegen eine erneute Versorgung mit Implantaten.
Die Entscheidung sollte nicht unter Zeitdruck getroffen werden. Zunächst muss geklärt werden, warum die Implantate entfernt werden sollen und welches Ergebnis danach gewünscht wird. Eine Patientin, die eine sehr kleine und natürliche Brust akzeptiert, benötigt möglicherweise eine andere Behandlung als eine Patientin, die weiterhin mehr Fülle im oberen Brustbereich wünscht.
Was passiert mit der Brust nach der Implantatentfernung?
Ein Brustimplantat füllt den Hautmantel und verleiht der Brust zusätzliches Volumen. Wird es entfernt, fehlt dieser Volumenanteil. Die Haut und das vorhandene Brustgewebe müssen sich anschließend an die neue Situation anpassen.
Wie gut diese Anpassung gelingt, hängt stark vom Ausgangsbefund ab. Kleine Implantate, eine gute Hautelastizität und ausreichend eigenes Brustgewebe sind günstige Voraussetzungen. In solchen Fällen kann sich die Brust nach der Entfernung relativ harmonisch zurückbilden.
Anders kann es bei großen oder schweren Implantaten aussehen. Diese können den Hautmantel über Jahre gedehnt haben. Auch Schwangerschaften, Stillzeiten und stärkere Gewichtsveränderungen beeinflussen die Gewebespannung. Ist die Haut deutlich erschlafft, zieht sie sich nach der Explantation häufig nicht vollständig zurück.
Die Brust kann dann leer wirken. Besonders der obere Brustbereich verliert möglicherweise an Fülle. Gleichzeitig kann der untere Teil der Brust länger erscheinen. Die Brustwarzen können nach unten zeigen oder unterhalb der natürlichen Unterbrustfalte liegen.
Das bedeutet jedoch nicht, dass das Ergebnis zwangsläufig unharmonisch sein muss. Eine Bruststraffung kann den vergrößerten Hautmantel verkleinern und das vorhandene Brustgewebe neu verteilen. Ziel ist eine kompaktere Brustform, die zum verbleibenden Eigenvolumen und zu den Proportionen des Körpers passt.
Warum das Ergebnis direkt nach der Operation noch nicht beurteilt werden kann
In den ersten Tagen und Wochen nach der Operation ist die Brust geschwollen. Sie kann ungewöhnlich fest, hoch oder leicht asymmetrisch wirken. Auch vorübergehende Einziehungen oder Konturunterschiede sind möglich, insbesondere wenn sich das Gewebe zunächst neu anlegen muss.
Die endgültige Form entwickelt sich schrittweise. Schwellungen gehen zurück, das Gewebe wird weicher und die Brust senkt sich in ihre natürliche Position ab. Auch die Narben verändern sich über viele Monate.
Frühe Veränderungen sollten deshalb nicht vorschnell als endgültiges Ergebnis bewertet werden. Abhängig vom Operationsumfang kann es mehrere Monate dauern, bis sich die neue Brustform zuverlässig einschätzen lässt. Die Narbenreifung dauert häufig zwölf Monate oder länger.

Wann ist eine Bruststraffung nach der Implantatentfernung sinnvoll?
Eine Bruststraffung ist vor allem dann sinnvoll, wenn nach der Entfernung ein deutlicher Hautüberschuss zurückbleiben würde. Sie kann außerdem erforderlich sein, wenn die Brustwarzen abgesunken sind oder das Brustgewebe überwiegend im unteren Bereich der Brust liegt.
Typische Ausgangsbefunde sind ein stark gedehnter Hautmantel, abgesunkene oder nach unten gerichtete Brustwarzen, ein verlängerter Brustunterpol und eine ausgeprägte Hängebrust. Auch eine leere Hauttasche nach großen Implantaten, deutliche Seitenunterschiede oder ein abgesunkenes Implantat können für eine Straffung sprechen.
Die Straffung entfernt nicht einfach nur überschüssige Haut. Das vorhandene Gewebe wird neu geformt und angehoben. Die Brustwarze kann in eine anatomisch passendere Position gebracht werden. Gleichzeitig lässt sich der Durchmesser eines vergrößerten Brustwarzenhofs anpassen.
Die Entscheidung für eine Straffung hängt jedoch nicht nur davon ab, wie viel Haut vorhanden ist. Auch die Qualität des Brustgewebes spielt eine wichtige Rolle. Sehr weiches oder ausgedünntes Gewebe verhält sich anders als eine kompakte Brust mit stabilem Drüsenkörper.
Dr. med. Dr. med. univ. Michael Cerny berücksichtigt deshalb die gesamte Brustarchitektur. Ziel ist nicht nur eine kurzfristige Anhebung. Die neue Form soll zum Gewebe, zum Brustkorb und zu den körperlichen Proportionen passen.
Wann kann eine Implantatentfernung ohne Straffung ausreichen?
Nicht jede Explantation muss mit einer Bruststraffung verbunden werden. Bei günstigen anatomischen Voraussetzungen kann eine reine Implantatentfernung ausreichend sein.
Das ist vor allem dann denkbar, wenn relativ kleine Implantate eingesetzt wurden, der Hautmantel noch elastisch ist und die Brustwarzen eine gute Position besitzen. Auch ausreichend vorhandenes Eigengewebe kann dazu beitragen, dass die Brust nach der Entfernung nicht vollständig leer erscheint. Hier kann auch die Kombination mit Eigenfett (Lipofilling) unterstützen um fehlendes Volumen auszugleichen.
Ein weiterer wichtiger Faktor ist Ihre persönliche Erwartung. Manche Patientinnen wünschen sich bewusst eine kleinere, weichere und weniger angehobene Brust. Sie akzeptieren eine gewisse Natürlichkeit des Gewebes und möchten zusätzliche Straffungsnarben möglichst vermeiden.
Bei einem deutlichen Hautüberschuss sind die Möglichkeiten der natürlichen Rückbildung allerdings begrenzt. Die Haut kann sich nach der Entfernung noch etwas zusammenziehen. Eine stark erschlaffte Brust wird sich dadurch aber in der Regel nicht vollständig anheben.
Die Entscheidung sollte deshalb nicht allein nach dem Wunsch getroffen werden, Narben zu vermeiden. Eine möglichst kurze Narbe ist nicht automatisch mit dem besten Formergebnis verbunden. Entscheidend ist, dass die gewählte Technik zum tatsächlichen Befund passt.
Können Brustimplantate entfernt und die Brüste in einer Operation gestrafft werden?
In vielen Fällen lassen sich Brustimplantate entfernen und die Brüste gleichzeitig straffen. Die kombinierte Operation hat den Vorteil, dass das verbleibende Gewebe unmittelbar neu geformt werden kann. Außerdem sind nur eine Narkose und eine zusammenhängende Heilungsphase erforderlich.
Während der Operation entfernt Dr. med. Dr. med. univ. Michael Cerny zunächst die Implantate. Anschließend wird beurteilt, wie sich das Brustgewebe ohne das zusätzliche Implantatvolumen verhält. Überschüssige Haut kann entfernt und das Eigengewebe neu positioniert werden.
Trotzdem ist ein einzeitiges Vorgehen nicht in jeder Situation die beste Lösung. Bei sehr komplexen Befunden kann eine Behandlung in zwei Schritten sinnvoller sein. Das gilt beispielsweise bei erheblichen Gewebeveränderungen, unklaren Befunden, ausgeprägten Narbenverhältnissen oder einer sehr umfangreichen Kapselentfernung.
Bei einem zweizeitigen Vorgehen werden zunächst die Implantate entfernt. Nachdem das Gewebe verheilt und abgeschwollen ist, kann die Brustform in einer zweiten Operation korrigiert werden. Der Vorteil besteht darin, dass die tatsächliche Gewebesituation nach der Explantation genauer beurteilt werden kann.
Der Nachteil liegt in einer weiteren Operation und einer zusätzlichen Heilungsphase. Deshalb muss individuell abgewogen werden, ob die bessere Planbarkeit den zweiten Eingriff rechtfertigt.
Welche Faktoren entscheiden über ein einzeitiges oder zweizeitiges Vorgehen?
Für die Entscheidung sind der Zustand der Implantatkapsel, die Durchblutung des Gewebes, die Anzahl früherer Brustoperationen und die erforderliche Straffungstechnik wichtig.
Auch die Position der Brustwarzen spielt eine zentrale Rolle. Muss die Brustwarze über eine größere Strecke angehoben werden, steigen die Anforderungen an eine sichere Durchblutung. Frühere Narben können die Gefäßversorgung zusätzlich beeinflussen.
Die Operationsplanung muss deshalb weit über die reine Entfernung der Implantate hinausgehen. Entscheidend ist, wie viel Gewebe bewegt, entfernt und neu geformt werden muss.
Muss die Implantatkapsel immer vollständig entfernt werden?

Der Körper bildet um jedes Brustimplantat eine dünne Hülle aus Bindegewebe. Diese Implantatkapsel ist zunächst eine normale Reaktion des Körpers. Sie wird erst problematisch, wenn sie sich verdickt, verhärtet, schmerzhaft zusammenzieht oder andere auffällige Veränderungen zeigt.
Bei einer Implantatentfernung muss die Kapsel nicht grundsätzlich vollständig entfernt werden. Ist sie dünn, weich und medizinisch unauffällig, kann es abhängig vom Befund vertretbar sein, Teile der Kapsel zu belassen.
Eine teilweise Kapselentfernung kann sinnvoll sein, wenn nur bestimmte Bereiche verdickt oder ungünstig positioniert sind. Bei einer ausgeprägten Kapselfibrose, einem Implantatschaden oder anderen auffälligen Befunden kann dagegen eine umfangreichere Entfernung notwendig werden.
Eine vollständige Kapselentfernung ist technisch aufwendiger als eine reine Explantation. Die Kapsel kann insbesondere an der Brustwand oder an den Rippen eng anliegen. Eine unnötig aggressive Präparation kann zusätzliche Risiken verursachen.
Die geeignete Vorgehensweise sollte deshalb nicht nach einem pauschalen Schema gewählt werden. Dr. med. Dr. med. univ. Michael Cerny entscheidet anhand des medizinischen Befundes, welche Kapselanteile sicher und sinnvoll entfernt werden sollten.
Was bedeutet „En bloc“?
Der Begriff „En bloc“ wird im Internet häufig als allgemeine Bezeichnung für die vollständige Entfernung von Implantat und Kapsel verwendet. Medizinisch ist diese Gleichsetzung jedoch nicht korrekt.
Eine En-bloc-Resektion ist ein onkologisches Operationsprinzip. Dabei werden das Implantat, die Kapsel und ein zusätzlicher Rand des umgebenden Gewebes als zusammenhängender Block entfernt. Ein solches Vorgehen kann bei einer nachgewiesenen oder konkret vermuteten implantatassoziierten Krebserkrankung erforderlich sein.
Für eine gewöhnliche Implantatentfernung ohne entsprechenden Befund ist eine En-bloc-Resektion nicht automatisch notwendig. Davon zu unterscheiden ist die vollständige Kapselentfernung. Bei dieser wird die gesamte Kapsel entfernt, jedoch nicht zwingend als geschlossenes Paket und nicht mit einem zusätzlichen Sicherheitsrand.
Eine seriöse Beratung sollte diese Begriffe klar voneinander trennen. Nicht die radikalste Methode ist automatisch die beste. Entscheidend ist die Technik, die für den individuellen Befund medizinisch sinnvoll und sicher ist.
Welche Beschwerden sollten vor der Operation genauer abgeklärt werden?
Vor einer geplanten Implantatentfernung sollten die Brust, die Implantate und das umgebende Gewebe gründlich untersucht werden. Bereits vorhandene Implantatpässe, Operationsberichte und frühere Bildgebungen können wichtige Informationen liefern.
Besonders sorgfältig abgeklärt werden sollten neu aufgetretene Veränderungen wie:
- eine einseitige Schwellung der Brust
- Flüssigkeit um das Implantat
- ein tastbarer Knoten
- plötzlich zunehmende Schmerzen
- eine deutliche Verhärtung
- eine unerwartete Veränderung der Brustform
- auffällige Hautveränderungen
- vergrößerte Lymphknoten
Solche Veränderungen bedeuten nicht automatisch, dass eine schwerwiegende Erkrankung vorliegt. Sie dürfen jedoch nicht ungeprüft als gewöhnliche Implantatbeschwerden eingeordnet werden.
Abhängig vom Befund können Ultraschall, Mammographie oder Magnetresonanztomographie erforderlich sein. Welche Untersuchung sinnvoll ist, hängt vom Alter der Patientin, der Art der Implantate, den bestehenden Beschwerden und der bisherigen Brustvorsorge ab.
Wie läuft die Entfernung mit gleichzeitiger Bruststraffung ab?
1. Persönliche Beratung und individuelle Planung
Vor der Operation findet eine persönliche Beratung und Untersuchung in der Privatpraxis Esthetic Medical in Augsburg statt. Dabei bespricht Dr. med. Dr. med. univ. Michael Cerny mit Ihnen, warum Sie die Implantate entfernen lassen möchten und welche Brustform Sie anschließend anstreben.
2. Sorgfältige Untersuchung der Brust
Die Untersuchung erfolgt nicht ausschließlich im Liegen. Im Stehen lässt sich besser beurteilen, wie sich Brustgewebe, Haut und Implantat unter dem Einfluss der Schwerkraft verhalten. Auch die Position der Brustwarzen, die Unterbrustfalte und bestehende Asymmetrien werden analysiert.
3. Analyse der vorhandenen Implantate
Soweit möglich, sollte vor der Operation geklärt werden, welcher Implantattyp eingesetzt wurde, wie groß die Implantate sind und ob sie über oder unter dem Brustmuskel liegen. Auch das Alter der Implantate und frühere Korrekturoperationen sind für die Planung relevant.
4. Präzise Operationsvorbereitung
Am Operationstag wird die geplante Schnittführung auf der Haut eingezeichnet. Soweit dies möglich und sinnvoll ist, können vorhandene Narben genutzt werden. Bei einer zusätzlichen Straffung sind abhängig vom Hautüberschuss weitere Schnitte erforderlich.
5. Entfernung der Implantate
Nach der Entfernung werden die Implantate und das Implantatlager kontrolliert. Auffällige Kapselanteile können entfernt und bei medizinischer Notwendigkeit zur feingeweblichen Untersuchung eingesendet werden.
6. Neuformung und Bruststraffung
Anschließend wird das vorhandene Brustgewebe neu geformt. Überschüssige Haut wird entfernt. Die Brustwarze wird angehoben, ohne sie vollständig vom Gewebe zu lösen. Ihre Durchblutung bleibt über einen Gewebestiel erhalten.
7. Wundverschluss und Nachbehandlung
Die Operation endet mit einem sorgfältigen Wundverschluss. Abhängig vom Befund können vorübergehend Drainagen erforderlich sein. Danach wird ein stützender Verband oder ein spezieller Kompressions-BH angelegt.
Welche Narben entstehen nach der Implantatentfernung mit Bruststraffung?

Die entstehenden Narben hängen vom Umfang der Straffung ab. Bei einer reinen Implantatentfernung kann häufig die bereits vorhandene Narbe in der Unterbrustfalte genutzt werden.
Muss zusätzlich überschüssige Haut entfernt werden, reicht dieser Zugang allein meist nicht aus. Die Form der Narbe richtet sich dann nach dem notwendigen Ausmaß der Korrektur.
Straffung um den Brustwarzenhof
Bei einem geringen Hautüberschuss kann eine Narbe um den Brustwarzenhof ausreichen. Diese Technik besitzt jedoch klare Grenzen. Sie ermöglicht nur eine begrenzte Anhebung und kann bei falscher Indikation zu einer verbreiterten Narbe oder einer abgeflachten Brustform führen.
Vertikale Bruststraffung
Bei einer stärkeren Erschlaffung verläuft die Narbe um den Brustwarzenhof und zusätzlich senkrecht bis zur Unterbrustfalte. Diese Technik erlaubt eine umfassendere Neuformung des Brustkörpers und eine deutliche Verkleinerung des Hautmantels.
Bruststraffung mit umgekehrtem T-Schnitt
Bei einem großen Hautüberschuss kann ein weiterer Schnitt entlang der Unterbrustfalte erforderlich sein. Die Narbe verläuft dann um den Brustwarzenhof, senkrecht nach unten und horizontal in der Unterbrustfalte.
Viele Patientinnen wünschen sich möglichst kurze Narben. Dieser Wunsch ist nachvollziehbar. Die Schnittführung sollte jedoch nicht kleiner gewählt werden, als es der Befund erlaubt. Ein unzureichend korrigierter Hautüberschuss kann das Ergebnis stärker beeinträchtigen als eine längere, gut positionierte Narbe.
Wie groß ist die Brust nach der Implantatentfernung?
Nach der Entfernung bestimmt vor allem das vorhandene Eigengewebe das spätere Brustvolumen. Eine Straffung kann dieses Gewebe neu positionieren. Sie kann es kompakter formen und im oberen Brustbereich besser verteilen. Zusätzliches Volumen erzeugt eine Straffung jedoch nicht.
Je größer die entfernten Implantate waren, desto deutlicher kann der Unterschied ausfallen. Trotzdem lässt sich nicht einfach von der Implantatgröße auf die spätere Körbchengröße schließen. Körbchengrößen sind nicht einheitlich definiert und hängen außerdem vom Unterbrustumfang ab.
Eine realistische Planung orientiert sich deshalb nicht an einer versprochenen BH-Größe. Entscheidend sind die Brustform, die körperlichen Proportionen und die Menge des vorhandenen Gewebes.
In der Beratung kann Dr. med. Dr. med. univ. Michael Cerny einschätzen, ob das verbleibende Eigengewebe für das gewünschte Ergebnis ausreicht. Wenn weiterhin eine moderate Fülle gewünscht wird, kann zusätzlich eine Behandlung mit Eigenfett besprochen werden.
Können Brustimplantate durch Eigenfett ersetzt werden?
Eigenfett kann nach einer Implantatentfernung eingesetzt werden, um die Brust sanft aufzubauen oder Konturunterschiede auszugleichen. Dafür wird Fett aus einer geeigneten Körperregion entnommen, aufbereitet und gezielt in die Brust eingebracht.
Das Verfahren kann besonders sinnvoll sein, wenn keine neuen Implantate gewünscht werden, aber etwas mehr Fülle erhalten bleiben soll. Eigenfett eignet sich außerdem dazu, den oberen Brustbereich weicher zu gestalten oder leichte Asymmetrien zu korrigieren.
Das Volumen großer Implantate lässt sich durch eine einzelne Eigenfettbehandlung meist nicht vollständig ersetzen. Das Gewebe muss gut durchblutet sein, damit die transplantierten Fettzellen einheilen können. Deshalb darf pro Sitzung nur eine begrenzte Menge eingebracht werden.
Ein Teil des transplantierten Fettes wird in den ersten Monaten vom Körper abgebaut. Das langfristig eingeheilte Fett verhält sich anschließend wie normales Fettgewebe. Es kann bei einer Gewichtszunahme größer und bei einer Gewichtsabnahme kleiner werden.
Ob Eigenfett gleichzeitig mit der Implantatentfernung eingesetzt werden kann, hängt vom Gewebe und vom Umfang der Operation ab. In einigen Fällen ist eine spätere Behandlung besser planbar.
Welche Rolle spielt der innere BH?
Der Begriff „innerer BH“ beschreibt keine einzelne, fest definierte Operationsmethode. Gemeint sind unterschiedliche Techniken, mit denen das vorhandene Brustgewebe intern geformt und stabilisiert wird.
Bei einer Bruststraffung kann das Gewebe so angeordnet werden, dass es sich gegenseitig stützt. Der untere Brustbereich wird neu aufgebaut und der Brustkörper angehoben. Dadurch entsteht eine stabilere innere Form.
Bei schwachem Gewebe oder einem instabilen Brustunterpol können in ausgewählten Fällen zusätzliche Materialien zur Verstärkung erwogen werden. Ein solcher Einsatz ist jedoch nicht automatisch bei jeder Implantatentfernung notwendig.
Auch ein innerer BH kann die natürlichen Veränderungen der Brust nicht vollständig verhindern. Schwerkraft, Alterungsprozess und Gewichtsschwankungen wirken weiterhin auf Haut und Gewebe. Die Technik kann eine gute Form unterstützen, bietet aber keine Garantie für ein dauerhaft unverändertes Ergebnis.
Welche Risiken bestehen bei der kombinierten Operation?

Jede Brustoperation ist mit allgemeinen und eingriffsspezifischen Risiken verbunden. Auch bei sorgfältiger Planung und fachgerechter Durchführung lassen sich Komplikationen nicht vollständig ausschließen.
Zu den möglichen Risiken gehören Nachblutungen, Infektionen, Wundheilungsstörungen und auffällige Narben. Auch vorübergehende oder dauerhafte Veränderungen der Brustwarzenempfindlichkeit sind möglich.
Nach einer Straffung können Seitenunterschiede bestehen bleiben oder sich im Heilungsverlauf zeigen. Eine vollkommen identische Brustform ist anatomisch nicht realistisch. Das Ziel besteht in einer möglichst harmonischen Annäherung.
Bei umfangreichen Straffungen kann die Durchblutung einzelner Hautbereiche oder der Brustwarze beeinträchtigt sein. Dieses Risiko wird durch eine sorgfältige Operationsplanung reduziert, kann aber nicht vollständig ausgeschlossen werden.
Eine Kapselentfernung kann den Eingriff zusätzlich vergrößern. Je nach Implantatlage kann die Kapsel nahe an Rippen und Brustwand liegen. Deshalb muss der Nutzen einer vollständigen Entfernung gegen die zusätzlichen Operationsrisiken abgewogen werden.
Auch das langfristige Ergebnis unterliegt natürlichen Veränderungen. Die Brust kann im Laufe der Jahre erneut absinken. Hautqualität, Gewebegewicht, Schwangerschaften und Gewichtsschwankungen beeinflussen die Haltbarkeit.
Wie verläuft die Heilung nach Implantatentfernung und Bruststraffung?
Nach der Operation sind Schwellungen, Blutergüsse und ein Spannungsgefühl normal. Die Beschwerden lassen sich in der Regel mit geeigneten Schmerzmitteln gut behandeln.
Die Brust kann anfangs sehr hoch oder fest erscheinen. Diese frühe Form ist nicht mit dem endgültigen Ergebnis gleichzusetzen. Während der folgenden Wochen wird das Gewebe weicher und senkt sich schrittweise ab.
In vielen Fällen wird für etwa sechs Wochen ein spezieller Stütz- oder Kompressions-BH getragen. Er schützt die Brust und unterstützt das operierte Gewebe. Bügel-BHs sollten zunächst vermieden werden, da sie Druck auf die frischen Narben in der Unterbrustfalte ausüben können.
Leichte Bewegung ist frühzeitig sinnvoll. Sie fördert den Kreislauf und senkt das Thromboserisiko. Starke körperliche Belastungen, schweres Heben und intensiver Sport müssen dagegen pausieren.
Wann Sie wieder arbeiten können, hängt von Ihrer Tätigkeit und dem Operationsumfang ab. Bei einer überwiegend sitzenden Tätigkeit ist die Rückkehr häufig früher möglich als bei körperlich anstrengenden Berufen.
Auch Autofahren sollte erst wieder erfolgen, wenn Sie sich sicher bewegen können, keine stärkeren Schmerzmittel mehr benötigen und eine plötzliche Bremsbewegung ohne Einschränkung möglich ist.
Wie entwickeln sich die Narben?
Frische Narben sind zunächst häufig gerötet und etwas fester. Im Verlauf der Narbenreifung werden sie meist weicher und heller. Dieser Prozess kann zwölf Monate oder länger dauern.
Die individuelle Narbenbildung lässt sich nicht vollständig vorhersagen. Genetische Faktoren, Hauttyp, Wundheilung und mechanische Belastung spielen eine Rolle.
Nach abgeschlossener Wundheilung kann eine abgestimmte Narbenpflege sinnvoll sein. Dazu können Silikonprodukte, Massagen und ein konsequenter Sonnenschutz gehören. Welche Maßnahmen empfohlen werden, richtet sich nach dem individuellen Verlauf.
Narben sollten im ersten Jahr vor intensiver UV-Strahlung geschützt werden. Ohne ausreichenden Schutz können sie sich dauerhaft dunkler verfärben.
Wie lange hält das Ergebnis?
Eine Bruststraffung kann Form und Position der Brust deutlich verbessern. Der natürliche Alterungsprozess wird dadurch jedoch nicht angehalten.
Die Haut verliert im Laufe der Zeit weiter an Elastizität. Auch das Brustgewebe verändert sich. Gewichtsschwankungen, Schwangerschaften und hormonelle Veränderungen können das Ergebnis beeinflussen.
Eine langfristig stabile Gewichtsentwicklung unterstützt die Haltbarkeit. Auch ein gut sitzender BH kann das Gewebe im Alltag und beim Sport entlasten.
Das Ergebnis sollte daher nicht als unveränderlicher Zustand betrachtet werden. Ziel ist eine harmonische, zum Körper passende Brustform, die unter den gegebenen anatomischen Voraussetzungen möglichst langfristig stabil bleibt.
Was kostet es, Brustimplantate entfernen und die Brust gleichzeitig straffen zu lassen?
Die Kosten hängen vom tatsächlichen Operationsumfang ab. Eine reine Implantatentfernung ist weniger aufwendig als eine kombinierte Explantation mit umfangreicher Kapselentfernung, Bruststraffung und zusätzlicher Eigenfettbehandlung.
Zu den kostenrelevanten Faktoren gehören die Operationsdauer, die Art der Straffung, die Narkose und ein möglicher stationärer Aufenthalt. Auch erforderliche Labor- oder Gewebeuntersuchungen können die Gesamtkosten beeinflussen.
Pauschale Preisangaben sind deshalb ohne Untersuchung wenig aussagekräftig. Nach der persönlichen Beratung erhalten Sie einen individuellen Behandlungs- und Kostenplan, der die vorgesehenen Operationsschritte transparent darstellt.
Ob eine private Krankenversicherung einzelne Kosten übernimmt, hängt von der medizinischen Indikation und vom jeweiligen Versicherungsvertrag ab. Rein ästhetisch gewünschte Eingriffe werden in der Regel nicht übernommen. Bei medizinischen Befunden sollte eine mögliche Erstattung bzw. ggf. Teilerstattung vor der Operation direkt mit der Versicherung geklärt werden.
Persönliche Beratung in der Privatpraxis Esthetic Medical in Augsburg

Die Entfernung von Brustimplantaten erfordert mehr als die Entscheidung, das vorhandene Implantat herauszunehmen. Entscheidend ist, wie Ihre Brust anschließend aussehen soll und welches Ergebnis mit dem vorhandenen Gewebe realistisch erreicht werden kann.
Dr. med. Dr. med. univ. Michael Cerny ist Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie und auf Brust- und Straffungschirurgie spezialisiert. In der Privatpraxis Esthetic Medical in Augsburg wird untersucht, ob eine reine Implantatentfernung ausreicht oder eine gleichzeitige Bruststraffung sinnvoll ist.
Auch die Implantatkapsel, bestehende Narben, mögliche Asymmetrien und die Qualität des Brustgewebes werden in die Behandlungsplanung einbezogen. Abhängig von Ihrem Befund kann zusätzlich geprüft werden, ob ein moderater Volumenaufbau mit Eigenfett infrage kommt.
Ziel ist kein standardisiertes Ergebnis. Die Behandlung wird an Ihre Anatomie, Ihre Gewebequalität und Ihre persönlichen Wünsche angepasst.
Vereinbaren Sie Ihren persönlichen Beratungstermin in der Privatpraxis Esthetic Medical in Augsburg.
Kontakt:
Telefon: +49 (0) 821 8003 2927
E-Mail: info@esthetic-medical.de
Online-Termin: digitalen Kalender auf der Jameda-Seite von Dr. Cerny
Häufige Fragen zur Implantatentfernung mit Bruststraffung
Müssen die Brüste nach der Implantatentfernung immer gestrafft werden?
Nein. Bei kleinen Implantaten, einer guten Hautelastizität und einer günstigen Position der Brustwarzen kann eine reine Entfernung ausreichen. Bei deutlich überschüssiger Haut oder abgesunkenen Brustwarzen kann eine Straffung jedoch zu einer harmonischeren Form führen.
Können Implantatentfernung und Bruststraffung während einer Operation erfolgen?
In vielen Fällen ist ein kombinierter Eingriff möglich. Bei komplexen Kapselverhältnissen, mehrfach voroperierten Brüsten oder erheblichen Gewebeveränderungen kann ein zweizeitiges Vorgehen sinnvoller sein.
Wird die Brust nach der Entfernung sehr klein?
Die spätere Größe hängt vom vorhandenen Eigengewebe und vom Volumen der entfernten Implantate ab. Eine Straffung formt das Gewebe, ersetzt aber nicht das verlorene Implantatvolumen.
Kann Eigenfett das Implantat ersetzen?
Eigenfett kann der Brust moderates Volumen geben und Konturen verbessern. Das Volumen großer Implantate kann damit meist nicht vollständig in einer Behandlung ersetzt werden.
Muss die Implantatkapsel vollständig entfernt werden?
Nicht grundsätzlich. Die notwendige Kapselentfernung richtet sich nach dem medizinischen Befund. Eine dünne und unauffällige Kapsel muss nicht automatisch vollständig entfernt werden.
Ist eine En-bloc-Entfernung immer die sicherste Methode?
Nein. Eine En-bloc-Resektion ist ein onkologisches Verfahren für bestimmte medizinische Befunde. Sie ist keine routinemäßige Standardtechnik für jede Implantatentfernung.
Welche Narben entstehen?
Die Narben hängen vom Hautüberschuss und der erforderlichen Straffung ab. Möglich sind eine Narbe um den Brustwarzenhof, eine zusätzliche senkrechte Narbe und bei größeren Straffungen eine weitere Narbe in der Unterbrustfalte.
Wann kann wieder Sport gemacht werden?
Leichte Bewegung ist meist frühzeitig möglich. Intensiver Sport und Belastungen des Oberkörpers sollten erst nach ärztlicher Freigabe aufgenommen werden. Der genaue Zeitpunkt richtet sich nach dem Operations- und Heilungsverlauf.
Wie lange muss ein Stütz-BH getragen werden?
Häufig wird ein spezieller Stütz- oder Kompressions-BH für etwa sechs Wochen empfohlen. Die genaue Dauer wird individuell festgelegt und hängt vom Operationsumfang sowie vom Heilungsverlauf ab.
Kann die Brust später erneut absinken?
Ja. Eine Bruststraffung stoppt den natürlichen Alterungsprozess nicht. Hautqualität, Schwerkraft, Gewichtsschwankungen und Schwangerschaften können die Form langfristig verändern.
Ist eine erneute Versorgung mit Implantaten später noch möglich?
Grundsätzlich kann zu einem späteren Zeitpunkt erneut eine Brustvergrößerung erwogen werden. Ob Implantate oder Eigenfett infrage kommen, hängt von der Gewebesituation, den Narben und den persönlichen Wünschen ab.
Können unterschiedlich große Brüste bei der Operation angeglichen werden?
Bestehende Asymmetrien können bei der Straffung berücksichtigt und häufig deutlich verbessert werden. Eine vollständig identische Form beider Brüste kann jedoch nicht garantiert werden, da natürliche Unterschiede des Brustkorbs und des Gewebes bestehen bleiben können.
